Wir wachsen zusammen

 
Wir wollen auf dieser Seite über das Zusammenwachsen in den evangelischen Bachgemeinden informieren.
 
Protokoll der Gemeindeversammlung am 9. November 2025 in der Martin-Luther-Kirche in Laudenbach
 
Leitung der Gemeindeversammlung: Klaus Ehret und Ursula Lang
Schriftführerin: Iris Jahn
59 Gemeindeglieder haben an der Gemeindeversammlung teilgenommen.
 
Beginn: 11 Uhr
Ende: 11.25 Uhr
 
 
Begrüßung der Anwesenden durch Klaus Ehret, Leiter der Gemeindeversammlung.
 
Feststellung: Eine ordentliche Einladung zur Gemeindeversammlung ist erfolgt.
 
Nennung der Tagesordnungspunkte:
 
TOP 1
Bestimmung des Schriftführers durch den Leiter der Gemeindeversammlung
 
TOP 2
Vorstellung der einzelnen Kandidaten und Kandidatinnen für die Wahl des Kirchengemeindesrates der Bachgemeinden.
Nach der Fusion zum 01.01.2026 lautet der Name: 
Evangelische Kirchengemeinde Nördliche Bergstraße
 
TOP 3
Verschiedenes
 
Es gab keine Einwände zu den Tagesordnungspunkten.
 
 
Zu TOP 1
Bestimmung des Schriftführers: Iris Jahn
 
Zu TOP 2
Herr Ehret macht vor der Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten noch
Ausführungen zur Wahl am 30.11.2025.
Die Wahl am 30.11.2025 findet im Bonhoeffer Gemeindezentrum für alle
Kirchengemeinden statt.
Dort kann in der Zeit von 9.30 bis 17.30 Uhr gewählt werden.
Die Stimmzettel werden dort an die Wahlberechtigten ausgehändigt.
 
                                                             -2-
 
Bitte bringen Sie zum Wahltag einen Ausweis, Personalausweis, Führerschein
oder ähnliches mit. Nicht jeder Wahlhelfer kennt alle Gemeindeglieder aller
Kirchengemeinden.
 
Briefwahl kann bereits beantragt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an das Pfarrbüro in Hemsbach in der Goethestraße 14. Dort erhalten Sie hierzu weitere
Informationen.
 
Frau Ursula Lang moderiert die Vorstellung der Kandidatinnen und Kandidaten.
Die Vorstellung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge wie folgt:
 
Name
Vorname
Alter
Beruf oder Tätigkeit
Albrecht
Kerstin
55
Übungsleiterin Gesundheitssport
Cischinsky
Dr. Christiane
53
Dipl. Volkswirtin im öffentlichen Dienst
Dick
Birgit
58
Dipl. Volkswirtin im Bankwesen
Diener
Karin
63
Exportsachbearbeitung                             = krank
Ham
Manuela
66
Bürokauffrau, im Ruhestand
Kirchgessner
Walter
76
Dipl. Ingenieur, im Ruhestand
Knobloch-Weber
Vera
72
Krankenschwester, im Ruhestand
König
Maren
58
Dipl. Bibliothekarin
Mangold
Brigitte
73
Krankenschwester, im Ruhestand      = entschuldigt
Pauli
Ulrike
60
kaufm. Angestellte
Raatz
Frank Christian
56
Religionslehrer, Dipl. Diakoniewissenschaftler
Seßler
Michael
54
Betriebsleiter Wasserwerk
Tuffner-Denker
Ingeborg
77
Studiendirektorin, im Ruhestand
 
Folgende Kandidatinnen konnten an der Vorstellung nicht teilnehmen:
Diener, Karin - krank
Mangold, Brigitte - entschuldigt
 
Zu TOP 3
Verschiedenes:
 
Es gab keine weiteren Fragen der anwesenden Gemeindeglieder.
 
Herr Ehret beschließt die Gemeindeversammlung um 11.25 Uhr.
 
Klaus Ehret                                                                                     Iris Jahn
Leiter der Gemeindeversammlung                                           Schriftführerin
 
 
 
 
Beginn: 10.30 Uhr:
Ursula Lang, die Vorsitzende der Gemeindeversammlung, begrüßt die Gemeinde verbunden mit ihrem Dank an diejenigen, die die Themen mit Inhalt füllen werden und mitgestalten.
 
TOP 1: Fusionsbeschluss und zeitlicher Ablauf
Annette Körner, die stellvertretende Vorsitzende des Kirchengemeinderats Hemsbach-Sulzbach, erläutert, dass der landeskirchliche Strategieprozess (Ekiba 2032) auch in unserer Region zu vielen Gesprächen in Klausurtagungen geführt hat. Die rückläufigen Gemeindegliederzahlen sowie die Abnahme an Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen begründen den Beschluss des Kirchengemeinderates Hemsbach-Sulzbach und den Beschluss des Kirchengemeinderates Laudenbach miteinander zu fusionieren.
 
Pfrin. Corinna Seeberger, die Vorsitzende des Kirchengemeinderates Hemsbach-Sulzbach, skizziert den Weg bis zur Fusion am 01.01.2026:
  • Die Beschlüsse der Kirchengemeinderäte werden an das Dekanat und an den Bezirkskirchenrat weitergleitet, der darüber eine Stellungnahme anfertigt und an den Evang. Oberkirchenrat sendet.
  • Dieser entwirft den Rechtstext und meldet ihn zurück an die Kirchengemeinden und holt die Stellungnahme des Landratsamts ein.
  • Zuletzt berät man im Kollegium des Oberkirchenrates und beschließt im Landeskirchenrat und veröffentlicht schließlich den Gesetzestext zur Fusion im Gesetzes- und Verordnungsblatt.
Der Weg zur Fusion wird also von verschiedenen Stellen begleitet.
 
TOP 2 Notwendigkeit der Fusion und ihre Auswirkungen
Die knapper werdenden Ressourcen erfordern Einsparungen in personeller und liegenschaftlicher Hinsicht. Nachdem es früher 3 volle Pfarrstellen in unserer Region gab sowie eine ganze Diakonin-Stelle, wird es Mitte 2026 nur noch zwei volle Pfarrstellen geben. Die ausgeschriebene halbe Diakon-Stelle ist bislang noch nicht besetzt und man hofft noch darauf, dass sie besetzt werden kann.
Die Pfarrpersonen werden keine parochiale Bindung mehr haben und als Allrounder auftreten, sondern man teilt sich die Arbeitsschwerpunkte auf. Sie bilden eine Dienstgruppe.
In einigen Bereichen ist die Zusammenarbeit schon deutlich, wie bei Gemeindebrief und Homepage, dem gemeinsamen Pfarrbüro in Hemsbach, der gemeinsamen Jugendarbeit mit einer FSJ-Stelle. 
Bei der Zusammenführung der Finanzen bleiben die fünf Kindertagesstätten außen vor. Deren Finanzen bleiben unbeeinträchtigt von der Gemeindefusion und werden schon seit einigen Jahren vom Verwaltungs- und Serviceamt verwaltet.
 
TOP 3 Zukünftige Strukturen
Pfr. Tobias von Hagen führt aus, dass es zukünftig nur noch einen Kirchengemeinderat geben wird. Je schlanker die Strukturen werden, desto handlungsfähiger wird man sein.
Es wird versucht, aus allen Ortsteilen Vertreter für den neuen Kirchengemeinderat zu gewinnen. Dies sollte jedoch nicht festgeschrieben werden, damit man ein ausreichend großes Gremium zusammenbringen kann.
Zurzeit macht man sich in einem gemeinsamen Ausschuss Gedanken, welche Aufgaben auch an andere Gemeindeglieder abgegeben werden können, um auf diese Weise die Kirchengemeinderäte zu entlasten (Bsp. Kirchendienste).
 
TOP 4 Kirchenwahlen 1. Advent 2025
Am 1. Advent (30.12.2025) wird der neue Kirchengemeinderat für die nächste Legislaturperiode (6 Jahre) gewählt. Derzeit wird das genaue Wahlverfahren im Oberkirchenrat erarbeitet.
 
Wer sich aktuell informieren will, findet hier Infos:
 
Die Auswertung der Wahlergebnisse der Krchenwahl 2019 hat ergeben, dass eine aufwändige Briefwahl nicht zu einer höheren Wahlteilnahme geführt hat. Deswegen wird diesmal wieder vor Ort in den Wahllokalen, sprich in den Kirchen am Wahlsonntag gewählt werden. 
Schon jetzt heißt die Frage: Wer hat Lust, Kirchengemeinderat zu sein?
 
TOP 5 Sonstiges und Fragen
Manche Sachverhalte konnten durch Nachfragen aus der Gemeinde klargestellt werden.
Die einzelnen Punkte:
  • Es wird Wert darauf gelegt, dass alle Predigtbezirke im neuen Gremium nach Möglichkeit vertreten sind. Wie viele Mitglieder das neue Gremium haben wird, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar. Bislang waren für 6000 Gemeindglieder 16 Kirchengemeinderäte vorgesehen.
  • Es soll die Tatsache berücksichtigt werden, dass es weniger Ehrenamtliche geben wird. Es wird die Hoffnung geäußert, dass man im neuen Kirchengemeinderat, auch wenn er nicht paritätisch aus allen Ortsteilen besetzt werden kann, füreinander denkt und entscheidet.
  • Es wird der Vorschlag gemacht, dass mindesten 2 Mitglieder aus jedem Ortsteil gewählt werden.
  • Es wird darauf hingewiesen, dass die Kindergärten ein wichtiger Ort kirchlicher Präsenz sind. Die Gemeinde sollte bei der Personalgestaltung ein Rückspracherecht haben. Pfrin. Birgit Risch stimmt zu, dass „ein Fuß in der Kindergartenarbeit sehr wichtig ist“.
  • Für den neuen Namen der neuen Kirchengemeinde ist ein Vorschlag „Kirchengemeinde Hemsbach“.
  • Auch nach dem Fortbestand des Grünen Gockel (=Umweltmanagementsystem in Kirchengemeinden) nach der Fusion wurde gefragt.
    Walter Kirchgessner, Ansprechpartner für den GRÜNEN GOCKEL, sieht zwei Möglichkeiten:
    a)      die Grüne Gockel-Arbeit bleibt weiterhin mit dem Bonhoefferzentrum verknüpft
    b)      die Grüne-Gockel-Arbeit wird erweitert auf die neue Kirchengemeinde. Das erfordert in jedem Falle neue Mitarbeiter.
  • Die Namen der einzelnen Kirchgebäude bleiben erhalten.
  • Es kommt das ehrenamtliche Gartenpflegeteam der Bonhoeffergemeinde zur Sprache. Walter  Kirchgessner wirbt für weitere Unterstützung. Zudem wird jährlich ein  professioneller Gartenbauer für den Grünschnitt beauftragt.
  • Es wird nach dem Laudenbacher Pfarrbüro gefragt. Wahrscheinlich wird es ein  gemeinsames Pfarrbüro für die fusionierte Kirchengemeinde geben.
  • Pfr. Tobias von Hagen weist darauf hin, dass Namensvorschläge für die neue fusionierte Kirchengemeinde gewissen Vorgaben genügen müssen. Wer sich mit diesem Thema befassen will, informiere sich bitte zuvor darüber auf der Seite zum Namensreccht: siehe Kirchenrecht
Ursula Lang bedankt sich für die interessierte Teilnahme und beschließt die Versammlung um 11.15 Uhr.
 
 
Leitung der Gemeindeversammlung: Klaus Ehret
Protokollführerin: Iris Jahn
12 Gemeindeglieder haben an der Gemeindeversammlung teilgenommen.
 
Beginn: 11.50 Uhr
Ende: 12.30 Uhr
 
 
Begrüßung der Anwesenden durch Klaus Ehret, Leiter der Gemeindeversammlung.
 
Feststellung: Eine ordentliche Einladung zur Gemeindeversammlung ist erfolgt.
 
Nennung der Tagesordnungspunkte:
 
1.     Bestimmung des Protokolls 
2.     Der Strategieprozess unserer Kirche Ekiba 32 und seine Auswirkung auf unsere  Kirchengemeinde/ Bachgemeinden mit Hinblick auf eine Fusion der Bachgemeinden)
3.     Finanzen 
4.     Jugendarbeit 
5.     Ideen und Wünsche für unsere Gemeindearbeit vor Ort und im Verbund unserer Regio mit der Kirchengemeinde Hemsbach und Sulzbach 
6.     Verschiedenes 
 
 
Es gab keine Einwände zu den Tagesordnungspunkten.
 
Zu TOP 1
Bestimmung des Protokolls: Iris Jahn
 
Zu TOP 2
Der Strategieprozess unserer Kirche Ekiba 32 und seine Auswirkung auf unsere  Kirchengemeinde/ Bachgemeinden mit Hinblick auf eine Fusion der Bachgemeinden):
Frau Petra Gauges macht Ausführungen zum Strategieprozess.
Sie schildert Probleme und Schwierigkeiten die Gottesdienste, die Pfarrstellen,
die Konfiarbeit, betreffend.
Sie schildert die Treffen der Gremien der Bachgemeinden. Insgesamt gab es bisher
5 solcher Treffen den Strategieprozess betreffend. Momentan gäbe 
es 4 Gremien, was sehr aufwändig sei. Zukünftig, nach der Fusion, soll es dann nur noch 1 Gremium für alle Bachgemeinden geben. 
Die Gremien der Bachgemeinden haben sich auf die Rechtsform der Fusion geeinigt.
Diese Fusion ist zum 01. Januar 2026 geplant. 
Hierzu gibt es noch viele Themen zu bearbeiten: 
Finanzen, Gebäude, Personal.
Die Zukunft der Kirchengemeinde Laudenbach, 
ein Kirchengemeinderat für alle Gemeinden und ggf. ein Orts-Team vor Ort. 
Wie Soll der Name der neuen Kirchengemeinde bestehend aus den drei Bachgemeinden sein?
 
Es gab keine Fragen durch Anwesende.
 
Zu TOP 3
Finanzen:
Dr. Rainer Dick macht Ausführungen zu den Finanzen der Evang. Kirchengemeinde Laudenbach. Er zeigt hierzu eine PowerPoint-Präsentation zum Jahresabschluss 2023, welche vom VSA Weinheim für die Gemeindeversammlung vorbereitet wurde.
Eine Kopie dieser Präsentation wird dem Protokoll beigefügt.
 
Des weiteren spricht er noch 2 Punkte an, die ihn ärgerten:
 
Zum einen eine Äußerung der politischen Gemeinde zu einer Anfrage der 
Kirchengemeinde nach finanzieller Unterstützung. Hier gab es die Äußerung,
die politische Gemeinde hätte schon viel Geld zur Treppe am Vorplatz der Kirche gegeben. Dr. Dick erklärt, dass die Treppe auf dem Gelände der politischen Gemeinde sei und es sich hierbei um Kosten der politischen Gemeinde gehandelt habe.
 
Zum anderen, der langjährige Rechtsstreit, der gegen den Förderverein Kirche Laudenbach geführt wurde. Durch diesen, von einigen wenigen Personen geführten Rechtsstreit, sind dem Förderverein unnötige Verzögerungen und verlorene Kaufkraft entstanden. Laut der Liquidatoren des Vereins: ein Verlust von 15 %.
 
Es gab keine Fragen durch Anwesende.
 
 
Zu TOP 4
Jugendarbeit:
 
Frau Gabriele Weisser macht Ausführungen zur Jugendarbeit.
Sie berichtet, dass es am 21. September einen Klausurtag Jugendarbeit der drei Bachgemeinden gab. Hier sieht man, die Jugend lebt schon die Zusammenarbeit in den drei Gemeinden.
Sie berichtet von der Verabschiedung des FSJ Nick Diefenbach und der Einstellung eines neuen FSJ Josia Schnaidt, der auch bei der Gemeindeversammlung anwesend war. Er wird nun für ein Jahr als Jugendreferent in den Bachgemeinden tätig sein und auch bei der Konfiarbeit mitwirken.
 
Sie berichtet weiter, dass trotz früheren Raumproblemen und trotz der Probleme durch Corona, die Jugendarbeit lebt. 
Es gibt eine Jungschar in Laudenbach für Kinder von 6-8 Jahren,
einen Teenkreis in Hemsbach und einen Männer u. Co. Kreis ab 18 Jahren,
und den Kinder- und Jugendchor Fontäne.
Der Aufbau eines Teenkreises für 13-16jährige ist geplant.
 
Sie berichtet von der diesjährigen „Ich glaubs Woche“ und einer großzügigen Spende der Volksbank hierfür, so dass diese Woche finanziell abgesichert sei.
 
Sie berichtet vom Freundeskreis Jugendarbeit und macht einen Spendenaufruf.
Es wäre schön, wenn sich noch weitere Einzel- und/oder Dauerspender hierfür finden würden. Es liegen Flyer zur Info hierzu im Foyer der Kirche.
 
Bezüglich des Kinder- und Jugendchores Fontäne berichtet sie, dass es hierfür weniger Zuspruch gab, wohl auch wegen der Coronazeit.
Derzeit gäbe es 11 Sänger/Innen.
Der Chor habe beschlossen, weiterzumachen, mit viel Freude am Singen.
In diesem Jahr soll es zu Weihnachten kein Musical geben.
 
Es gab keine Fragen durch Anwesende.
 
Zu TOP 5
Ideen und Wünsche für unsere Gemeindearbeit vor Ort und im Verbund unserer Regio mit der Kirchengemeinde Hemsbach und Sulzbach:
 
Frau Petra Gauges erklärt, dass die Kirchengemeinde froh sei für jeden Vorschlag, neue Ideen usw.
 
Es gäbe Gedanken zu den Gottesdiensten: 
Die Abendkirche zum Beispiel wäre schlecht besucht. Man sucht nach Alternativen. Wie wäre es z.B. mit einem Frühaufsteher-Gottesdienst?
Oder an Heilig Abend z.B. nach dem Gottesdienst eine Zusammenkunft und Essen für Menschen, die nicht nachhause gehen möchten oder alleine sind.?
 
Sie bittet um Vorschläge. Wer Ideen habe, könne sich jederzeit bei der Kirchengemeinde melden.
Sie fragte auch, ob es noch Fragen an den Kirchengemeinderat gäbe.
Es gab keine Vorschläge und keine Fragen an den Kirchengemeinderat durch Anwesende.
 
Zu TOP 6
Verschiedenes:
Herr Klaus Ehret fragt die Anwesenden, ob es noch Fragen gäbe.
 
Es gab keine Fragen oder Meldungen durch Anwesende.
 
 
Herr Klaus Ehret, beendete die Gemeindeversammlung um 12.30 Uhr.
 
Begrüßung: Herr Klaus Ehret begrüßte als Leiter der Gemeindeversammlung die 50 Besucher. 
 
TOP 1: Erläuterung des aktuellen Strategieprozesses 2032 
Pfarrerin Seeberger erläuterte den aktuellen Stand:
  • Der Bezirkskirchenrat hat entschieden, dass in die Immobilien Paul-Gerhardt-Kirche Sulzbach und Christuskirche Hemsbach nicht weiter investiert wird.
  • Die Christuskirche mit dem gesamten Anwesen einschließlich Pfarrhaus steht unter Denkmalschutz. Eine Arbeitsgruppe im Oberkirchenrat erarbeitet Lösungsalternativen für denkmalgeschützte Gebäude.
  • Der Wurzelkindergarten, der an dem Paul-Gerhardt-Gemeindehaus Sulzbach angeschlossen ist, soll weiter betrieben werden. Zur finanziellen Unterstützung ist der Kontakt zur Stadt  Weinheim aufgenommen worden.
  • Die Martin Luther Kirche Laudenbach soll aufgrund des Ambientes für Kasualien (Trauungen, Taufen, etc.) genutzt werden.
  • Die Kirche und das Bonhoefferzentrum dienen aufgrund der räumlichen Möglichkeiten und der zentralen Lage immer wieder als Treffpunkt für alle Veranstaltungen im Kirchenbezirk.
Anfang 2024 soll die Vorgehensweise bezüglich der Immobilien feststehen: Damit steht wieder im Mittelpunkt die zentrale Frage und Aufgabe: 
"Wie können wir als Gemeinde für die Menschen da sein und wie erreichen wir sie?"
 
TOP 2: Neuer Gottesdienstplan
  • Wenn Pfarrerin Risch in den Ruhestand geht, sind nur noch zwei Planstellen für Seelsorger/innen vorhanden.
  • Eine 50%-Diakonstelle wird für die Bachgemeinden ausgeschrieben und neu besetzt.
  • Jeden Sonntag gibt es in Hemsbach um 09:30 Uhr und um 11:00 Uhr in Laudenbach oder Sulzbach einen Gottesdienst.
  • Einmal im Monat wird in einer der vier Kirchen Abendmahl gefeiert.
  • Einmal im Monat gibt es ein Taufangebot für Familien.
  • Die Gottesdienste am Abend sollen beibehalten werden.
  • Ortstraditionen – z.B. Kerwegottesdienst, Erntedankgottesdienst oder Sommerkirche - bilden Ausnahmen. 
  • An hohen Feiertagen soll die Vielzahl der Gottesdienste  erhalten bleiben.
  • Die Termine für die o.a. Regelungen werden in den Printmedien und auf der Homepage veröffentlicht. Gottesdienstbesucher werden gebeten sich rechtzeitig zu informieren.
  • Die Pfarrämter sind weiterhin behilflich den Gottesdienstbesuch mit einem Fahrdienst zu ermöglichen, wenn bis spätestens Sonnabend Bescheid gegeben wird. 
 
TOP 3: Verschiedenes 
  • Die Sanierung der Glaspyramide im Bonhoefferzentrum verzögert sich voraussichtlich bis Ostern 2024.
  • Der Jugendreferent wird am 22. Oktober 2023 verabschiedet. 
  • Die EC-Ortsgruppe wird am 12.11.2023 im Abendgottesdienst der Bonhoeffergemeinde vorgestellt.
  • Die Jugendarbeit wird durch den FSJ’ler gestaltet mit weiterer Unterstützung durch die neu gegründete EC-Ortsgruppe. Die FSJ-Stelle wird vom Jugendförderverein der Bonhoeffergemeinde und vom Freundeskreis Jugendarbeit der KG Laudenbach mit unterstützt.
Barbara Peeck
 
 
Nach dem Festgottesdienst zur Reformation, den Pfarrerin Seeberger mit musikalischer Unterstützung des Kirchenchores Laudenbach und des Posaunenchores Hemsbach-Sulzbach gehalten hat, nahmen 70 interessierte Gemeindeglieder an der ersten Gemeindeversammlung der Bachgemeinden teil. 
 
Ursula Lang begrüßte als Vorsitzende der Gemeindeversammlung die Anwesenden und darunter namentlich Schuldekanin Dr. Sabine Bayreuther, die als Vertreterin des Bezirkskirchenrates (= BKR) erschienen war. 
 
Pfarrerin Seeberger erklärte eingangs, dass in den Wintermonaten aus energetischen und personellen Gründen weniger Gottesdienste insgesamt in den Bachgemeinden stattfinden werden.
 
Im Folgenden erläuterte sie das zentrale Thema der Gemeindeversammlung, den sogenannten Strategieprozess 2032. Sie führte dazu aus, dass sich die Gesellschaft und insbesondere unsere Kirche in einer Umbruchsituation befinden. Alles wird weniger, die Kirchenmitglieder, die Kirchensteuereinnahmen und auch das Personal. Die Kirchengemeinde Hemsbach-Sulzbach hat zwischen 2002 und 2021 27 % ihrer Mitglieder verloren. Eine Gegenüberstellung der Zahlen für 2019 bis 2021 zeigt für die Reformationsgemeinde 41 Taufen zu 83 Beerdigungen, in der Bonhoeffergemeinde 20 Taufen zu 84 Beerdigungen und in Laudenbach 33 Taufen zu 82 Beerdigungen. 
 
Diese Entwicklung zwingt zum Umdenken. Die Landeskirche hat sich im Strategieprozess 2032 vorgenommen, den Gebäudebestand und das Personal um 30 % zu verringern. In jedem Kirchenbezirk soll bis Ende 2023 dazu eine Planung erarbeitet werden. 
 
Schon jetzt gibt es im Kooperationsraum Bachgemeinden (früher Region genannt) teilweise eine Zusammenarbeit zwischen den Pfarr- und Kirchengemeinden (= überparochiale Zusammenarbeit). Mögliche Formen der intensiveren Zusammenarbeit sind eine Fusion, das Schaffen eines Gemeindeverbands oder das Schaffen eines Vernetzungsraums als Körperschaft kirchlichen Rechts. 
 
Was den Stellenschlüssel angeht, werden wir von derzeit 21 Pfarrstellen im Kirchenbezirk Neckar-Bergstraße bis zum Jahr 2032 noch 15 haben. Von derzeit 6,5 Diakoninnenstellen wird es bis zum Jahr 2032 noch 5 geben.
Um die Gebäudesituation der Gemeindehäuser, Gemeindezentren und Kirchgebäude (Pfarrhäuser sind ausgenommen) für die Zukunft zu beschreiben, wurde das Bild der Gebäudeampel entwickelt: 
  • 30% des Gebäudebestands werden langfristig erhalten = grüne Gebäude
  • 40% des Gebäudebestands können erst in den nächsten Jahren genauer eingestuft werden = gelbe Gebäude
  • 30% des Gebäudebestands erhalten von der Landeskirche keine Zuschüsse mehr für Sanierungsmaßnahmen = rote Gebäude
(Die Quoten beziehen sich auf ganze Gebäude und nicht auf die Flächen.)  
 
Wir besitzen derzeit 5 Liegenschaften
Die Gebäudeampel sieht für uns folgendermaßen aus: 
2 grüne Gebäude 
1 gelbes Gebäude 
2 rote Gebäude 
 
Um eine Einschätzung über Gebäude zu ermöglichen, wird mit dem Bauwiederherstellungswert gerechnet. Der Bauwiederherstellungswert wurde im Rahmen des Liegenschaftsprojektes für jedes Gebäude ermittelt. Es sagt aus, was eine theoretische Wiederherstellung des konkreten Gebäudes nach damaligen Preisen gekostet hätte. 
 
Im gesamten Kirchenbezirk Neckar-Bergstraße sind 31 Mio. € für grüne Gebäude vorhanden. Allein der Gebäudebestand der Bachgemeinden ergibt heute eine Summe von rund 16 Mio € Bauwiederherstellungswert :
Gebäude:
 
KG Hemsbach-Sulzbach 
Reformationsgemeinde 
Christuskirche 
Ensemble in Mischnutzung mit Gemeindehaus 
Bauwiederherstellungswert 
6.048.667 € 
 
Gemeindezentrum Paul-Gerhardt-Kirche mit Kita 
2.905.457 € 
KG Hemsbach-Sulzbach 
Bonhoeffergemeinde 
Bonhoeffer-GZ 
3.242.505 € 
 
 
 
Laudenbach 
Martin-Luther-Kirche 
3.096.349 € 
 
Gemeindehaus in Mischnutzung 
1.306.722 € 
 
Wie geht es weiter:
 
Die nächste Regionalkonferenz zum Thema Gebäudefragen findet am 4. Februar 2023 im Bonhoefferzentrum statt.
 
Der Bezirkskirchenrat, ein Gremium aus 15 Personen aus dem Kirchenbezirk, wird bis Ende 2023 aufgrund der Empfehlungen,
die in den Kirchengemeinden erarbeitet werden, Entscheidungen zu Stellenplan und Liegenschaften entwickeln und nach Anhörung der Gemeinden über diesen beschließen.
 
In der anschließenden Diskussion beantwortete Schuldekanin Dr. Bayreuther Fragen aus dem Plenum der Zuhörer und bezog dazu Stellung. Sie wies noch einmal auf die zentralen Fragen hin: Was ist uns als Kirche wirklich wichtig? Was können wir gut? Was für Räume und welches Personal brauchen wir dafür?
Sie ermunterte dazu, viele Gespräche zu führen, zahlreiche Menschen (auch aus der Kommune und der Ökumene) in die Überlegungen einzubeziehen und zur nächsten Regionalkonferenz einzuladen. Wörtlich sagte sie: "Je deutlicher der Bezirkskirchenrat erfassen kann, was den Gemeinden wichtig ist, desto leichter fällt es ihm, Entscheidungen zu treffen."  Auch äußerte sie die dringende Bitte, Mitglieder des Bezirkskirchenrates in die Sitzungen der Ältestenkreise einzuladen. 
 
Ursula Lang stellte am Ende der einstündigen Versammlung die Hoffnung in den Raum, dass Kirche neues Leben braucht und leben soll; sie soll nicht nur "überleben". Sie bedankte sich bei allen Zuhörern, bei Pfarrerin Seeberger und bei Schuldekanin Dr. Bayreuther.
 
Protokoll von Barbara Peeck
 
Auf der Homepage der Landeskirche liest man:
"Mit dem Strategieprozess 'ekiba 2032 – Kirche. Zukunft. Gestalten' nehmen wir die Herausforderungen unserer Zeit in den Blick und fragen, wie wir in Zukunft Gottes gute Botschaft in die Welt tragen können."
Weitere Informationen:  ekiba 2032 – Kirche. Zukunft. Gestalten
  

Wir wachsen zusammen - Gemeindeversammlung

Im Zuge der Fusion der beiden Kirchengemeinden KG Laudenbach und KG Hemsbach-Sulzbach fand am Sonntag, den 26. 1. 2025 eine Gemeindeversammlung der KG Hemsbach-Sulzbach in der Bonhoefferkirche statt.  Auf der Seite Wir wachsen zusammen können Sie das Protokoll einsehen.
 
Der Bericht der Weinheimer Zeitung vom 28.1.2025, Seite 11: 

EKIBA 2032 - der Strategieprozess in unserem Kirchenbezirk

24.01.2022
STRATEGIEPROZESS EKIBA 2032 - KIRCHE. ZUKUNFT. GESTALTEN. Um was geht es dabei genau und was bedeutet das für unseren Bezirk und unsere Gemeinden?