Schöpfung bewahren - Der Mensch greift ein!

Vortrag über die Bewahrung der Schöpfung im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Schöpfung bewahren"
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Schöpfung bewahren" der evangelischen Gemeinden Hemsbach-Sulzbach-Laudenbach hielt Richard Thürauf vom Obst-, Wein- und Gartenbauverein einen eindrucksvollen Vortrag über die Bedeutung der Bewahrung der Schöpfung, das Erforschen der Welt und das Leben in ihr.

Anhand des Beispiels der südamerikanischen Kröte veranschaulichte er eindrucksvoll die Konsequenzen, die das unüberlegte Einbringen fremder Arten in neue Lebensräume haben kann. So wurde diese Kröte einst in Australien eingeführt, um landwirtschaftliche Schädlinge zu bekämpfen – doch es zeigte sich schnell, dass die Kröte nicht den Zuckerrohrkäfer oder dessen Larven fraß, sondern Eier von Bodenbrütern, Amphibien usw. Aber es gab 1935 für Australien keine geeignete Alternative, um dem Zuckerrohrkäfer Herr zu werden.  Die einheimische Tierwelt konnte sich zunächst nicht an das starke Gift der Kröte anpassen. Doch innerhalb von nur 70 Jahren entwickelten einige australische Tiere, wie Raben und Schlangen, Strategien, um die giftige Kröte zu fressen.
 
Nach einem kurzen Ausflug in die Mathematik verdeutlichte Hr. Thürauf, welche dramatischen Auswirkungen das unbedachte Mitbringen von Pflanzen und Tieren auf die heimische Fauna und Flora haben kann. Am Beispiel des Ochsenfrosches, dessen Laich aus dem Urlaub mitgebracht wurde, um die Verwandlung zu Kaulquappen zu beobachten. Die Kaulquappen wurden dann in heimischen Gewässern ausgesetzt, breiteten sich rasant aus und bedrohten die heimische Tierwelt.
 
Mit anschaulichen Beispielen und wissenschaftlichen Hintergründen sensibilisierte Richard Thürauf die Zuhörerschaft für die Verantwortung des Menschen, die Natur zu schützen und sich der Folgen seines Handelns bewusst zu sein.