Festlicher Gottesdienst zur Verabschiedung von Christel Apel mit anschließendem Empfang
"Du hast der Gemeinde ein Gesicht gegeben"
Der Gottesdienst am Sonntag, den 17.9 2023 in der Bonhoefferkirche stand ganz im Zeichen der Verabschiedung von Diakonin Christel Apel, die nach 42 Dienstjahren in den Ruhestand verabschiedet wurde.
Der Gottesdienst wurde von Dekanin a.D. Monika Lehmann-Etzelmüller geleitet, die seit Anfang September Leiterin des Predigerseminars in Heidelberg ist. In ihrer Ansprache drückte sie ihren Dank aus, dass sich Christel Apel in den Dienst der Kirchengemeinde gestellt hat: Sich vorzustellen, dass es "ohne Dich weitergehen soll, ist sehr schwer."

Quelle: Bodo Nakoinz - eingebettet von bonhoeffergemeinde-hemsbach.eki-musterhausen.de
Seit 1997 war die in den Ruhestand zu verabschiedende Apel in der Bonhoeffergemeinde als Diakonin tätig und "wir sind heute dankbar, dass Du hier bist." Lehmann-Etzelmüller ist überzeugt, dass Apel "viel zurücklassen wird", dazu gehören ihre Gedanken, Ideen und die Liebe zur Gemeinde: "Du hast der Gemeinde ein Gesicht gegeben." Die Dekanin a.D. erinnerte in einem Rückblick an wichtige Stationen und Projekte. Apel, die von Ludwigshafen über Weinheim nach Hemsbach kam, war mit großem Engagement bei der Konfirmandenarbeit, der Seniorenarbeit, die ihr sehr am Herzen lag, und mit dem Theaterspielen dabei. Menschen zusammen bringen war ihr ein Anliegen, so waren Hemsbacher Neubürger immer willkommen in der Gemeinde. Monika Lehmann-Etzelmüller spürte in all den Jahren einen großen Fleiß, Unermüdlichkeit und eine Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen. Der persönliche Dank der Gemeinde richtete sich auch an die Adresse der Familie, "die Dich unterstützt und für Deine Arbeit `freigegeben` hat."
Christel Apel, die aus Bad Grund im Harz stammt, hat dort Volksschule und Gymnasium besucht. Die Prüfungsfächer waren Mathematik und Religion, aber auch Biologie und Kunst. Da lag es für sie nahe, Mathematik zu studieren – oder sich ihrem Traum hinzugeben und Stewardess zu werden. Einfluss zu ihrer Entscheidung dann doch in Düsseldorf Theologie und Religionspädagogik zu studieren, war ein Vortrag "Menschen der Bibel – Menschen von heute". Sie war gefesselt von den Menschen der Bibel, ohne eine Figur besonders zu benennen, wie diese Menschen für mich lebendig wurden. "Ich empfand es wichtig und richtig, es zukünftig mit Menschen und Gott zu tun zu haben und so ging ich meinen Weg". Für sie ist entscheidend: "Hast du einen Beruf den du liebst, brauchst du nicht mehr zu arbeiten." Und Christel Apel liebt ihren Beruf, hat ihr immer Spaß gemacht.
Für Christel Apel beginnt mit dem Ruhestand keine besonders ruhige Zeit. Das Kürzel i.R. bedeutet für sie nicht im Ruhestand, sondern eher "in Rufweite". Ehrenamtlich wird die Neu-Ruheständlerin also weiter der Kirchengemeinde im "Bedarfsfall" zur Verfügung stehen.
Zum Abschluss des Gottesdienstes gab es für Christel Apel noch eine Überraschung: "ihre" Theatergruppe hat es sich nicht nehmen lassen, auf eigene Weise diese Verabschiedung zu begleiten: es folgte ein kleines Anspiel. Angeklagt war Christel Apel, die auf dem "Beichtstuhl" des Gerichts Platz nehmen musste. Nach heftigem Streitgespräch zwischen Anklage und Verteidigung folgte das Urteil der Richterin: Lebenslanger Ruhestand, kümmern um die Familie und die Erlaubnis, weiterhin Gottes Wort zu verbreiten.

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Pfarrer Klaus Rapp von den katholischen Kirchengemeinden Hemsbach, Laudenbach und Sulzbach sowie Pastor Tobias Meisinger von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde in Hemsbach gingen in ihrem gemeinsamen Grußwort sehr persönlich auf die Arbeitsweise von Christel Apel ein. Sie schätzten ihre Art den Glauben an Gott und die Wirklichkeit des Lebens zu verknüpfen. Pfarrer i.R. Robert Schmekal betonte in seinem Grußwort noch einmal die Ambition Apels für´s Theaterspiel, die in der Lukasgemeinde in Weinheim die "Theatergruppe Kirchenmäuse" gründete.
Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahm der Posaunenchor Hemsbach-Sulzbach unter der Leitung von Maren Löffel. Am Klavier und der Orgel begleitete Jens Hebenstreit die Liedbeiträge. Darüber hinaus überraschten die Kinderchöre der Kirchengemeinde unter Dominique Wiegand und des Bonhoeffer-Kindergartens mit ihrer Leiterin Barbara Baier und Kolleginnen mit eigens für diesen Tag einstudierter Liedern.
Für Christel Apel war dieser Gottesdienst eine Erfüllung ihres Wunsches nach einer Abschieds- aber auch Gemeindefeier. Sie freute sich über den großartigen Gottesdienstbesuch, über das umwerfende Interesse der Menschen an ihrer Arbeit und ganz besonders freute es sie, dass Familie und ihre 89-Jährige Mutter da waren. Die Mutter hatte eine lange Zugfahrt auf sich genommen und umarmte Christel Apel herzlich am Ende des Gottesdienstes. (Bodo Nakoinz)

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