Rückblick: 41 Jahre Schuldienst
Rückblick auf 25 Jahre Hebelschule und 41 Jahre Unterricht
Mit dem Ende des Schuljahres 2021/2022 endete meine Schulzeit. Es war meine persönliche Entscheidung, ermöglicht durch die Regelung, ab einem gewissen Alter den Schuldienst, der im Regeldeputat der Landeskirche für DiakonInnen vorgesehen ist, "quittieren" zu können.
Diese Entscheidung war nicht leicht, war ich doch sehr gern in der Schule, hatte ich sehr gern den Kontakt mit den Kindern, die ich leider sonst außerschulisch nur noch im Weihnachtstheaterkreis treffen konnte. Auch der Kontakt zum Kollegium und zu Eltern war eine große Bereicherung für mich.

Quelle: Apel/ Tuffner-Denker - eingebettet von bonhoeffergemeinde-hemsbach.eki-musterhausen.de
Dennoch war sie richtig: erstens gibt es eine Nachfolgerin für mich an der Schule, zweitens gibt es staatliche Kolleginnen, die die kirchliche Lehrerlaubnis (Vocatio) erworben haben und drittens hat sich ein weiteres Arbeitsfeld für mich eröffnet: die "Geschäftsführung" der Bonhoeffergemeinde, die nach dem Pfarrstellenwechsel von Pfr. Dr. Hohage erst einmal vakant ist.
Das letzte Schuljahr verlief für mich persönlich ganz unaufgeregt. Der Umzug in die neu gebaute Hebelschule verlief recht problemlos, meine Klassenzimmer und die neuen Lehrendenzimmer hatte ich schnell kennengelernt. Ich bewunderte das "Kunstwerk" von Stundenplan für über 200 Kinder in 2 Systemen: dem Halbtags- und dem Ganztagsprogramm. So "schluckte" ich die bittere Pille, das Fach Religion in den Stunden 5-8, (bis 15 Uhr) zu unterrichten. Anstrengend war das schon – und dann ging es oft direkt in die Bonhoefferkirche, wo der Seniorenkreis schon wartete. Hier ein großer Dank an "mein" Team, die den Raum richteten, die Tische schmückten, Kaffee kochten, etc. Wenn ich 15.15 kam, war alles bereit, ich bekam Tee eingeschenkt und dann konnte ich mit dem Programm beginnen.
Aber zurück zum Schuldienst: das Kollegium hat mich mit einer mich sehr bewegenden, berührenden Verabschiedung überrascht. Im Schuljahresabschlussgottesdienst, den ich mit allen feiern konnte, hielten die Schulleiterin, Frau Isabelle Graf und eine Kollegin aus der Fachschaft Religion die "Laudatio". Kolleginnen hatten einen Präsentkorb gefüllt, und viele persönliche Grußworte geschrieben, die ich in der Bonhoefferkirche überreicht bekam. Eine Sängerin trug ein Lied vor – und meine Augen waren feucht. Danach ging ich mit allen zurück zur Schule in der Giselherstraße, die Kinder wurden von ihren Klassenlehrerinnen verabschiedet und im Foyer verabschiedeten sich alle mit einem Lied in die Ferien.
Das Kollegium versammelte sich zu einer letzten "Dienstbesprechung", ich hatte einen kleinen Empfang vorbereitet, ein Lied getextet zu meiner Schullaufbahn, Erinnerungen wurden ausgetauscht und wir verabredeten uns zum Einschulungsgottesdienst nach den Sommerferien in der Bonhoefferkirche.
Bleibt mir ein dickes DANKE zu sagen.
Lied zu meinem Abschied aus dem Schuldienst am 27. Juli 2022
alte Schule, altes Haus - von Rolf Zuckowski
Hebelschule, neues Haus, du siehst echt phantastisch aus,
wer hier reinkommt, der sieht Licht und Offenheit.
Neue Schule, neues Glück, von der Alten blieb kein Stück -
und die Uhlandschule ist Vergangenheit.
Ich kam her in 97, stellte mich in Goethe vor
und mit Uhland war das Duo dann komplett.
War zuvor in Weinheim Friedrich und in Bonhoeffer aktiv -
doch fand ich‘s auch hier in Hemsbachs Schulen wirklich nett.
Hebelschule, neues Haus, du siehst echt phantastisch aus,
wer hier reinkommt, der sieht Licht und Offenheit.
Neue Schule, neues Glück, von der Alten blieb kein Stück -
und die Uhlandschule ist Vergangenheit.
Goethe war nicht lang die „Meine“, es kam Hebel dann dazu,
Rektoren wechselten beständig, denn Beständigkeit muss sein J
Referendare gab es viele, und man ließ sie nicht allein,
KollegInnen umsorgten sie, sich schonen, das fiel keiner wirklich ein.
Hebelschule, neues Haus, du siehst echt phantastisch aus,
wer hier reinkommt, der sieht Licht und Offenheit.
Neue Schule, neues Glück, von der Alten blieb kein Stück -
und die Uhlandschule ist Vergangenheit.
Dann kam Isabelle nach Uhland, sie schien ein sich’rer Ort
und andere „alten Häsinnen“ war’n s auch.
Ich lernte ständig neu dazu, Matritzen gab’s nicht mehr -
Filmprojektoren und Cassettenspieler fehlen auch.
Hebelschule, neues Haus, du siehst echt phantastisch aus,
wer hier reinkommt, der sieht Licht und Offenheit.
Neue Schule, neues Glück, von der Alten blieb kein Stück -
und die Uhlandschule ist Vergangenheit.
Die Botschaft unseres Glaubens, dass Gott uns Menschen liebt,
dass Gott die Welt uns anvertraute zu bewahrn,
dass er uns helfen möchte, im Frieden miteinander umzugehen.


